Ein Tapir auf Wanderschaft

Geschrieben von Igor Scheller am 17. Mai 2013

Der Tapir ist ein Elekto-Smog-Detekor. Mit ihm kann man Elektrische/ Elektromagnetische/ Magnetische Wellen hörbar machen (das ganze hört sich sehr interessant an), der Tapir verstärkt dafür die Signale mittels 3 hintereinander geschalteten Transistoren, welche eine Darlington-Schaltung bilden.
Tapir
Der Schaltplan und die Platinendaten wurden in der Zeitschrift Elektor in der Doppelausgabe Juli/August vorgestellt. Schon da dachte ich mir: Das Ding muss ich haben, wenn auch nur zum Spaß 🙂

Vor ein paar Tagen war es dann soweit, ich habe zufällig gelesen, dass der Tapir wieder verfügbar ist (er war es etwa ein halbes Jahr nicht), also habe ich ihn mir für 14,95€ bestellt.

Tapir Platinen

Der komplette Tapir-Bausatz

Der Tapir kommt in einem Karton, in dem die Platinen, die Kopfhörer, Bauteile und Kleinkram sowie ein Draht und eine Spule als Antenne enthalten sind.

Der Aufbau

Der Aufbau erfordert ein bisschen Geduld, da fast nur SMD Bauteile (eine Diode, 3 Transistoren, 3 Kondensatoren und 5 Widerstände) verbaut werden.
Die einzigen Bauteile, welche eine „Normale“ Größe haben, sind die Klinkenbuchse, die Antennenbuchse und der Schalter. Eine kleine (Englische) Anleitung zum Zusammenbau findet man unter elektor.com

Die Platine des Tapirs

Tapir SMD-Teil (Verstärker)

Beim Löten der SMDs muss man Aufpassen, diese nicht Schräg aufzulöten, da diese sonst an die Wand stoßen und dort eine leitende Verbindung entsteht; das ist mir bei C3 Passiert, er wurde bei der „Reparatur“ zerstört und musste durch einen Elko ersetzt werden (da das große C keine SMD-Ausführung hatte), was der Funktion aber nicht schadet.

Das Gehäuse des Tapirs besteht aus weiteren Platinen, welche mit Minus verbunden

Der Tapir zusammengebaut

Das Gehäuse des Tapirs

sind und somit als Abschirmung dienen. Beim Zusammenlöten der Seitenteile sollte man darauf achten, dass man auch die Kontaktflächen zum Schalter verlötet, diese liegen etwas versteckt und können leicht übersehen werden 😉
Die Batterie-Halterung lässt sich mit einem dicken klecks Lötzinn befestigen, die Halterungen für die Schrauben habe ich nicht angelötet, da das Gehäuse auch ohne sie schon sehr gut zusammenhält.

Für den Tapir gibt es 2 verschiedene Antennen, eine einfache Stabantenne aus Draht um Elektrische Felder zu detektieren und eine Spule (welche auch an Masse angeschlossen wird -> eine Induktions-Antenne) um Magnetische Felder zu detektieren.

Der Tapir in freier Wildbahn

Nach dem Zusammenbau des Tapirs habe ich ihn sofort getestet. Da an meinem Schreibtisch ein 220V Kabel lang läuft, wurde ich von einem penetranten Brummen begrüßt.
Der Laptop gibt ein höheres Brummen von sich, welches an einen entfernten Motor erinnert, in der Nähe der Festplatte hört man ein Rattern.Das Netzteil meines Handys fiepst ziemlich laut vor sich hin und das Handy selber produziert mit der Spule einen Fiepston, welcher durch kurze Knack-Impulse (etwa 2/Sec. unterbrochen wird. Wenn man den Touchscreen einschaltet erhöht sich die Lautstärke, man hört ein Durcheinander von fiepsen, rattern und knattern.

Interessant sind in dieser Hinsicht auch Energiesparlampen. Die geben ein Lautes, weit hörbares Brummen von sich, welches ziemlich störend ist.

Wenn man den Tapir außerhalb des Hauses mit der Stabantenne betreibt, kann man manchmal auch Englische/Amerikanische Sender empfangen, der Tapir taugt also auch als Radio 😀

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